Newsletter No. 28
Liebe Freundinnen und Freunde des Kulturforum,

der Sommer ist da, Delta auch und damit leider weitere Planungsschwierigkeiten. Ärgerlich - aber die regionalen Kulturforen planen ihre Events trotzdem - und das ist gut so!
Wir halten Sie mit diesem Newsletter auf dem Laufenden und bieten an: die Broschüre "KULTUR STÄRKEN", die als pdf auf unserer Internetseite Kulturforum.spd.de
 anhängt und heruntergeladen werden kann. Die Druckerei hat geliefert, wir können auch Päckchen schnüren und sie an die regionalen Kulturforen senden!

In diesem Sinne - einen schönen Juli und viel Freude beim Lesen! 
 
Neue Broschüre KULTUR STÄRKEN
Wir können den vom Kulturforum erarbeiteten Beschluss des SPD-Parteivorstandes „KULTUR STÄRKEN“ jetzt auch als handliche kleine Broschüre anbieten.
Das ist ein guter Text, um darüber in den Kulturforen zu diskutieren, und um aus den regionalen Kulturforen heraus die SPD-Kulturpolitik zu erklären. 

Die Broschüre kann als pdf  von der Kulturforum - Internetseite  heruntergeladen werden.
Wir haben für die regionalen Kulturforen aber auch ein Kontingent an Broschüren drucken lassen. Bestellungen bitte an Gerlach@ask-berlin.de
 
Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen  
 
Kulturveranstalter können sich unter http://www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de für den Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen registrieren.
Mit dem Sonderfonds stellt die Bundesregierung 2,5 Milliarden Euro bereit, um die Wiederaufnahme und finanzielle Planbarkeit von Konzerten, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und vielen anderen kulturellen Veranstaltungen in den kommenden Monaten zu unterstützen. Der Sonderfonds besteht aus einer Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die wegen der geltenden Hygienebestimmungen der Länder nur mit reduziertem Publikum stattfinden können. Hinzu kommt eine Ausfallabsicherung für geplante Veranstaltungen, falls es aufgrund der Corona-Pandemie zu einer Absage kommt.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Die Botschaft ist klar: Es kann wieder losgehen. Ab heute können Kulturveranstaltungen für Hilfen aus dem Sonderfonds angemeldet werden. Das ist ein guter Tag für Künstlerinnen und Künstler, für Kulturveranstalterinnen, Bühnenbauer, und für alle, die das bunte kulturelle Leben in unserem Land so schätzen. Wir freuen uns darauf, nach vielen Monaten der Pandemie bald wieder gemeinsam Kultur erleben zu können. Um das Wiederaufleben möglich zu machen, haben wir das größte Kulturförderprogramm seit Gründung der Bundesrepublik auf den Weg gebracht. Mit dem Sonderfonds für Kulturveranstaltungen schaffen wir jetzt die notwendige Verlässlichkeit für die Planungen der Kulturveranstalter.“

Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg Carsten Brosda: „Der Sonderfonds des Bundes gibt Kulturveranstaltenden die finanzielle Sicherheit, die es ihnen ermöglicht, endlich wieder Kunst und Kultur für alle erlebbar zu machen. Der Fonds ist zugleich ein wichtiges Hilfsprogramm für die gesamte Kulturszene – von den Künstlerinnen und Künstlern bis zu Bühnentechnikerinnen und Bühnentechnikern. Hamburg hat bereits bei den laufenden Corona-Hilfen gute Erfahrungen mit einem schnellen und unbürokratischen Antragsverfahren gemacht. Gut, dass der Sonderfonds des Bundes als Gemeinschaftswerk von Bund und Ländern auch auf dieser guten Expertise aufbaut. Gemeinsam geben wir der Kunst und Kultur wieder eine Perspektive.“

 
 
Rückschau 
"Jour Fixe - Kultur schafft Demokratie!"
mit Prof. Dr. Naika Foroutan  
 
Am 22. Juni war die Politikwissenschaftlerin; Romanistin und Islamwissenschaftlerin Prof. Naika Foroutan zu Gast. Sie ist Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung und Leiterin der Abteilung "Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik". Mit ihr diskutierten Carsten Brosda und Gesine Schwan über die verschiedenen Formen von Rassismus in der Gesellschaft und über das Gefühl von Ungleichheit. Das spannende Gespräch kann nachgehört (und nachgedacht) werden beim Klick auf den vorwärts-YouTube-Kanal.
Pressebild DeZIM-Forschungsgemeinschaft
 
Kommende Veranstaltungen
 
 
Kulturforum der Sozialdemokratie
und Stiftung Demokratie Saarland
 "Die Kunst der Demokratie"
Dienstag, 6. Juli 2021, 18:00 Uhr 
digital auf YouTube 
 
 
 
Mit Carsten Brosda, Hamburger  Kultursenator und Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie
Special Guest: Dr. Sabine Dengel, designierte Kulturdezernentin LHS Saarbrücken 
Moderation: Dr. Burkhard Jellonnek, Vorsitzender Kulturforum Saarland

 
Eine Eloge für einen Kulturpolitiker liest man in der Presselandschaft höchst selten. Jetzt hat DER SPIEGEL in seinem Heft 24 Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda,  zugleich Präsident des Deutschen Bühnenverein und Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie im Bund, als einflussreichen Politiker und größten Lobbyisten für seinen Kulturzuständigkeitsbereich hochgelobt und niemanden gefunden, der sich kritisch äußern wollte! Das Kulturforum der Sozialdemokratie Saarland e.V.  freut sich, gemeinsam mit der Stiftung Demokratie Saarland, am Dienstag, 6. Juli ab 18 Uhr den erfolgreichen Kulturpolitiker aus dem hohen Norden zu Gast zu haben. Vorstellen will er sein bei Hoffmann und Campe erschienenes  Buch „Die Kunst der Demokratie“. Der Hamburger Senator für Kultur und Medien beobachtet mit Sorge, wie beispielsweise die AfD mit Blick auf die Internationalität von Ballett-Compagnien sich für deutsche Ausdrucksformen in der Tanzszene einsetzt oder zunehmend „Cancel Culture“- Debatten die Diskussionen bestimmen. Angesichts der zunehmenden Segmentierung unserer Gesellschaft könne nach Ansicht Brosdas hier die Kultur dazu beitragen, mit ihrer Kreativität Verhärtungen und Gesprächslosigkeiten aufzubrechen und neue Impulse zu setzen. „Ein vielversprechender Ansatz, den wir mit dem Autor intensiv diskutieren wollen,“ verspricht Saarlands Kulturforums-Vorsitzender Dr. Burkhard Jellonnek, der die Veranstaltung moderieren wird. Weitere Gesprächsteilnehmerin ist die designierte Kulturdezernentin der LHS Saarbrücken, Dr. Sabine Dengel.
 
Die Diskussion wird live über den YouTube Kanal der Stiftung der Demokratie und bei Facebook übertragen und wird auch zeitversetzt abzurufen sein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
 
Kulturforum der Sozialdemokratie Starnberg
"Afrotopia - Neue Ideen zur Entwicklung Afrikas und der Welt"
Donnerstag, 8. Juli 2021, 19:30 Uhr
         Evang. Gemeindehaus, Starnberg, Kaiser-Wilhelm-Straße 18       Eintritt € 8,--/6,--
                                   
Der senegalesische Wirtschaftsprofessor Felwine Sarr beendet sein 2019 auch auf deutsch erschienenes Buch „Afrotopia“ mit einem Appell zu einer kulturellen Revolution auf der Basis traditioneller afrikanischer Werte. Damit könne Afrika, wie zu Beginn der Menschheit, wieder zum „spirituellen Zentrum der Welt“ werden.
 
Am sog. „Postkolonialen Diskurs“, der die Orientierung am westlichen Entwicklungsmodell kritisiert, beteiligt sich auch der kamerunische Philosoph Achille Mbembe.
Dieser (Autor u.a. von „Kritik der schwarzen Vernunft“) stellt fest, Europa sei müde geworden und repräsentiere mittlerweile „eine Welt nachlassender Lebenskraft“. Afrika solle seinen Blick „auf etwas Neues“ richten, „die Bühne betreten“ und für sich selbst und die gesamte Menschheit „neue Zeiten anbrechen“ lassen. Mbembe vertritt eine „Ethik des Passanten“, da der Mensch nicht von Geburt, Herkunft oder Rasse determiniert und an einen Ort der Welt gebunden sein dürfe.
 
Mit ihren kosmopolitischen Ideen scheinen die afrikanischen Intellektuellen mit Gedanken zu korrespondieren, die wir von Immanuel Kant („Weltbürgerrecht“) und Jürgen Habermas kennen, der gerade die Deutschen in einer „Pflicht zum kosmopolitischen Denken“ sieht und die „Einbeziehung des Anderen“, unabhängig von seiner nationalen Herkunft fordert.
 
Unser Referent, der Afrika-Experte Hans-Josef Beth, wird die revolutionären Thesen von Sarr und Mbembe vorstellen und sie mit Blick auf die wirtschaftlichen und politischen Realitäten in den afrikanischen Ländern besprechen.
 
Hans-Josef Beth ist Jurist und ein ehemaliger Abteilungsleiter des Bundenachrichtendiensts. Er hat 13 Jahre in Ländern des südlichen, westlichen und östlichen Afrikas gelebt.

 Beschränkte Teilnahme. Es gelten die gültigen Corona-Bestimmungen
 

Kulturforum in der Region Hannover e.V.
und SPD-Fraktion im niedersächsichern Landtag
"Kultur ist schön, macht aber viel Arbeit
!"
Ein Gespräch über die soziale Absicherung von Kulturschaffenden 
am 12. Juli 2021, 18:00 Uhr
 
Es diskutieren
Ulla Schmidt
, SPD Bundestagsfraktion (digital)
Wibke Behrens, Bundesvorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft KuPoGe e.V.
Julia Schmid, Bildende Künstlerin, Hannover
Prof. Dr. Elisabeth Schweeger, Künstlerische Direktorin/Geschäftsführerin der Akademie
für Darstellende Kunst Baden-Württemberg
Dr. Axel von der Ohe, Stadtkämmerer der Landeshauptstadt Hannover
 
Es fragen
Hanna Naber
, Mitglied des Niedersächsischen Landtags
Marlis Drevermann, Vorstand Kulturforum, Stadträtin a.D.
Harald Schandry, Leiter des Kindertheaterhauses Hannover
 
Das Karl Valentin zugesprochene Zitat „Kultur ist schön, macht aber viel Arbeit“ ist eine launige Umschreibung des Tatbestandes, dass Kultur Arbeit ist und das Künstler*in sein, ein Beruf ist. 
Sicher, die Freiheit der Kunst ist hohes Gut. Nur diese Freiheit darf nicht verwechselt werden mit mangelnder  gesellschaftlicher Verantwortung. Es muss auch darum gehen, den Menschen, die Kunst und Kultur ausüben,  Absicherung zu geben.
Aber ist diese Aufgabe nicht längst gelöst? Oder welche Defizite oder Änderungsbedarfe gibt es?
 
Diese und viele andere Fragen wollen wir gemeinsam mit Ihnen/Euch, unseren Gästen und den Teilnehmer*innen aus Politik und Kultur diskutieren und vielleicht aus unserer Diskussion Anregungen für politisches Handeln mit auf den Weg geben.
  
Die Veranstaltung findet (unter Coronavorbehalt) im Alten Magazin, Kestnerstrasse 18, Hannover statt. Aufgrund der coronabedingten begrenzten Platzzahl werden wir nur Gäste mit persönlicher Einladung analog begrüßen dürfen.
 
Wir werden uns aber auch über eine digitale Übertragung mit Ihnen/ Euch treffen können. Die folgenden Webseiten stehen dafür zur Verfügung:  www.spd-fraktion-niedersachsen.de oder www.kulturforum-hannover.org.
Wir freuen uns auf Ihren/ Euren digitalen Besuch.
 
Über Änderungen werden wir auf den Webseiten rechtzeitig informieren.
 
 
Hier ein Link zu einer Lesung in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz:
 
Im Rahmen des Jubiläums 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland liest MAXIM LEO aus seinem Buch "Wo wir zu Hause sind". Literaturvermittler und Moderator THOMAS BÖHM spricht mit Maxim Leo über die Geschichte, die Erfahrungen und den Glauben seiner verschwundenen Familie, über die Suche nach der Vergangenheit und eine Zusammengehörigkeit, die keine Grenzen kennt. Die Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund, für Europa und Medien, Heike Raab, hält das Grußwort zur Veranstaltung.
 
 
 


 Katharina Gerlach und Dr. Klaus-Jürgen Scherer

Geschäftsführung – Kulturforum der Sozialdemokratie
kultur@kulturforum-spd.de
Telefon: 030/7407 316-73
c/o ASK Agentur für Sales und Kommunikation GmbH
Gewerbehof Bülowbogen
Bülowstraße 66 | Hof D/Eingang D1
10783 Berlin